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Herzlich Willkommen bei den "Sprachfüchsen".
24.02.2008 - Das Modellprojekt Sprachfüchse ist seit diesem Monat von der Stadt Jena beauftragt, in zwei Kindertagesstätten eine strukturierte Sprachförderung für Kinder mit Migrationshintergrund zu erproben. Das bis Ende 2008 geförderte Projekt kann nach der Pilotphase auf weitere Kindertagesstätten übertragen werden.
Kinder, die nicht mit Deutsch als Familiensprache aufwachsen, benötigen schon im Kindergarten eine gezielte Sprachförderung, um den sprachlichen Anforderungen in der Schule gewachsen zu sein. Im Alltag der Kindertagesstätte haben sie zwar viele Gelegenheiten, die deutsche Sprache zu hören und zu sprechen. Dieses „Sprachbad“ allein ist jedoch nicht ausreichend, denn beim spontanen Sprechen sind die Kinder zwar mit der deutschen Sprache konfrontiert, erhalten aber keine Unterstützung dabei, die sprachlichen Muster des Deutschen zu entdecken.
Seit diesem Monat ist das Modellprojekt Sprachfüchse mit der Entwicklung eines strukturierten Angebots der deutschen Sprachmuster betraut. Die „Sprachfüchse“ sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des von der Stadt Jena geförderten Projekts sowie die beteiligten Kinder.
Diese grammatische Kompetenz ist die Voraussetzung für das Verstehen der spezifischen Sprechweisen und Texten in der Schule, die abstrakter und weniger in den unmittelbaren Kontext eingebunden sind wie das Sprechen in Familie und Kindergarten.
Innerhalb eines Trägerverbundes von AWO Kreisverband Jena-Weimar e.V., ASB Kreisverband Jena e.V., der Kindersprachbrücke Jena e.V. und dem Quer-Wege e.V. soll ein systematisches Konzept zur Sprachförderung in Kindertagesstätten entstehen, das bei Erfolg nach der elfmonatigen Testphase von weiteren Kindertagesstätten in Jena übernommen werden kann. Das zunächst bis Ende 2008 geförderte Projekt ist in den Kindertagesstätten „Zwergenland“ (Lobeda-Ost) und „Tausendfüßler“ (Lobeda-West) verortet. In beiden Kitas haben über 20% der Kinder einen Migrationshintergrund. Neben den spezifischen sprachlichen Schwierigkeiten von Zuwandererkindern zeigen sich aber auch bei vielen deutschsprachig aufwachsenden Kindern sprachliche Probleme. Das Pilotprojekt umfasst deshalb eine gezielte Sprachförderung für alle Kinder der beiden Kindertagesstätten – mit besonderer Berücksichtigung mehrsprachig aufwachsender Kinder und einer intensiven Sprachförderung im Vorschuljahr. Die Sprachförderung auf Grundlage der „Osnabrücker Materialien“ stellt ergänzend Sprachlernsituationen her, die den Kindern den Wortschatz und die wichtigen Sprachmuster des Deutschen in strukturierter Weise spielerisch anbieten. Die Spiele konzentrieren sich jeweils auf ein bestimmtes sprachliches Muster, dessen Komplexität nach und nach gesteigert wird. Die „Osnabrücker Materialien“ unterstützen die Kinder beim Erwerb der deutschen Sprache vor allem in den Bereichen Phonologie, Wortschatz sowie Wort- und Satzbildung.