Inhalt Links

Suche

Suche

Suche

Access Keypad

Alt+0
StartseiteStartseite
Alt+3
Vorherige Seite Vorherige Seite
Alt+6
Inhaltsverzeichnis / Sitemap Inhaltsverzeichnis
Alt+7
Suchfunktion Suchfunktion
Alt+8
Direkt zum Inhalt Direkt zum Inhalt
Alt+9
Kontaktseite Kontaktseite

Inhalt Rechts

Rechte optische Spalte

Login

Login Formular

Login

Login




Registrierung.
. Passwort vergessen?
.

Inhalt Mitte

Breadcrump Menü

Sie sind hier: sprachfuechse-jena.de / Aims of project

Hauptinhalt

Ziele des Projekts

Die Partner innerhalb des Trägerverbundes erstellen ein systematisches Konzept zur Sprachförderung in Kindertagesstätten, das bei Erfolg nach der elfmonatigen Testphase von weiteren Kindertagesstätten in Jena übernommen werden kann.


Teilziele des Projekts sind:

A. Konzeption:
Die Konzeption der Sprachförderung basiert auf dem Konzept des Programms „Sprachförderung im Kindergarten“, der so genannten „Osnabrücker Materialien“. 1   In Zusammenarbeit zwischen allen Partnern der Träger werden die Materialien an die Bedingungen, Bedürfnisse und den Alltag der beiden Kindertagesstätten angepasst und mit anderen bestehenden Programmen zur Sprachförderung im Elementarbereich ergänzt.


Die Sprachförderung der Kinder birgt Anknüpfungspunkte für die Auseinandersetzung mit der Mehrsprachigkeit in den Familien und in den Kindertagesstätten. Die Eltern sollen in diesen Prozess als Partner der ErzieherInnen mit einbezogen werden. Durch Angebote an die Eltern in der Kita sollen zudem bestehende Berührungsängste zwischen den Eltern und den Kindertagesstätten verringert werden. Für die Entwicklung einer Partnerschaft zwischen Eltern und den Bildungsinstitutionen lässt sich auf dem von der RAA Nordrhein-Westfalen entwickelten Programm „Rucksack“ aufbauen. Das Programm berücksichtigt die Entwicklung der Kinder in Bezug auf ihre Lebenswelt und ihre Familie und hat zugleich die Kindertagesstätte im Blick. „Rucksack“ betrachtet die Muttersprachen der Kinder dabei nicht als Hindernis zum Lernen des Deutschen, sondern als mögliche Unterstützung. Entsprechend werden die Eltern (besonders die Mütter) als ExpertInnen für das Erlernen der Erstsprache angesprochen – ihre Mitarbeit orientiert sich dadurch nicht an ihren Defiziten des Deutschen, sondern an ihren Stärken. 2


Der Sprachstand der Kinder soll zu Beginn der Projektlaufzeit vor den Sommerferien und am Ende der Projektlaufzeit getestet werden. Da die momentanen verwendeten Sprachstandserhebungsmethoden für den Elementarbereich umstritten sind, sollen für Jena mehrere Elemente aus verschiedenen Analyseverfahren verwendet werden. Als Grundlage eignet sich das von Prof. Hans-Jürgen Roth et al. entwickelte Hamburger Verfahren zur Analyse des Sprachstandes Fünfjähriger HAVAS 5, das im Rahmen von FörMig verwendet wird. Es ermittelt eine freie Sprachprobe anhand einer Bildergeschichte, orientiert sich an den Kompetenzen der Kinder, berücksichtigt Übergangsphänomene und die Zweisprachigkeit. Es handelt sich dabei um ein Analyseverfahren und keinen standardisierten Test. 3

Getestet werden zunächst die Kinder, die im Sommer 2008 oder 2009 in die Schule kommen. Die jüngeren Kinder werden durch einen standardisierten Beobachtungsbogen von den MitarbeiterInnen der Kindertagesstätten in ihrem Sprachstand bewertet. Beide Erhebungsmethoden werden zu Beginn der Förderperiode, vor den Sommerferien und am Ende des Förderzeitraums erhoben.

 

Zusammenfassend sollen folgende Stränge der Sprachförderung konzipiert werden:

  1. Erstellen eines inhaltlichen Konzepts für eine integrative Sprachförderung in den Kindertagesstätten auf Grundlage der „Osnabrücker Materialien“.
  2. Erstellen eines inhaltlichen Konzepts für eine intensive Sprachförderung im Vorschuljahr auf Grundlage des Programms „Osnabrücker Materialien“.
  3. Erstellen von Angeboten an die Eltern zur Partizipation am Kindergarten-Alltag auf der Basis des Projekts „Rucksack“.
  4. Erstellen einer Erhebungsmethode zur Ermittlung des Sprachstands der Kinder, basierend auf HAVAS 5.

B. Fortbildung:
Um die Konzeption der sprachlichen Förderung in angemessener Weise umsetzen zu können, bedarf es einer intensiven Schulung des Personals in den Bildungseinrichtungen. Um die neuen Erkenntnisse zu vertiefen und den Austausch zwischen den Kindertagesstätten zu fördern, sollten die Fortbildungen das Modellprojekt begleiten. Die Schulungen sollten zu Beginn der Projektlaufzeit, nach drei Monaten und erneut nach sechs Monaten jeweils für einen Tag angeboten werden.


Konkret handelt es sich um:

  1. die Fortbildung aller ErzieherInnen der beteiligten Kindertagesstätten an dem Programm „Osnabrücker Materialien“. Diese Fortbildungen werden während der Projektlaufzeit durchgeführt. Sie vertiefen dadurch das Wissen der TeilnehmerInnen und fördern den Erfahrungsaustausch zwischen den Partnerinstitutionen und MitarbeiterInnen.
  2. die Fortbildung der beteiligten Partner an weiteren Sprachförderprogrammen für Kinder (bspw. Würzburger Training 4 )
  3. die Fortbildungen zur Einbeziehung der Eltern in die Sprachförderung („Rucksack“)

C. Aufbau eines Verbundes zur kindlichen Sprachförderung

  1. Die enge Zusammenarbeit der am Modellprojekt beteiligten Partner und einer Elternvertretung ermöglicht die regelmäßige Reflexion der Erfahrungen aller Beteiligten und den Wechsel zwischen verschiedenen Perspektiven. Dieser enge Austausch an Erfahrungen wird durch die Koordination moderiert ( s. Methoden der Koordination )
  2. Sie hat das nachhaltige Ziel, einen Verbund zur Sprachförderung im Rahmen der Kindertagesstätten aufzubauen.

1 Doris Tophinke (2003). Sprachförderung im Kindergarten – Julia, Elena und Fatih entdecken gemeinsam die deutsche Sprache. Weinheim u.a.: Beltz-Verlag. Im Folgenden genannt: „Osnabrücker Materialien“.
2 Die Vorstellung von „Rucksack“ siehe unter: http://www.raa.de/fileadmin/dateien/pdf/produkte/Info_Rucksack.pdf
3 Informationen zu HAVAS 5 siehe unter: http://www.foermig-hh.de/web/de/handicap/havas5/havas5/index.html und http://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/behoerden/bildung-sport/bildung-schule/vorschule/anlage-3-sprachfoerderung-vsk,property=source.pdf. Vgl. dazu auch Ingrid Gogolin, Ursula Neumann & Hans J. Roth Hrsg. (2005). Sprachdiagnostik bei Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Dokumentation einer Fachtagung am 14. Juli 2004 in Hamburg. Münster u.a.: Waxmann Verlag.
4 Eine kurze Vorstellung des Programms finden sie unter:
http://www.phonologische-bewusstheit.de/programm.htm



Autor: Elena Dolokov -- 07.10.2009 11:41:05



.